Führen und Gesundheit
Gesundheitsgerechte Führungskultur
Für eine gesundheitsgerechte Führungskultur ist insbesondere eine
„salutogene“ Mitarbeiterführung kennzeichnend:
Das Gewähren von Verantwortung und Freiräumen,
sowie die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Handeln
fördern einerseits die Gesundheit, führen gleichzeitig aber auch
zur Identifikation mit der Aufgabe und dem Unternehmen.
Der Mensch als Ressource ist für die Leistungsziele eines Unternehmens in starkem Ausmass wichtig. Umfragen der Credit Suisse Bank Schweiz und der Bertelsmann Stiftung Deutschland zeigten einen klaren Zusammenhang zwischen dem Verhältnis der Beschäftigten zu ihrem direkten Vorgesetzten und den Fehlzeiten im Betrieb.
Die Schere zwischen Anforderungen und Verknappung von zeitlichen und personellen Ressourcen öffnet sich immer weiter.
Drei Hauptfaktoren haben fördernden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und die Leistungsmotivation.
- Verstehbarkeit:
„Verstehe ich was in der Arbeit von mir erwartet wird und welchen Beitrag ich zum Gesamtergebnis leiste?“ - Handhabbarkeit:
„Habe ich die nötigen Ressourcen (Arbeitsmittel,Qualifizierung, Zeit etc.) zur Verfügung um diese Arbeit zu tun? Habe ich bei der Arbeit die Gelegenheit das zu tun was ich am besten kann?“ - Sinnhaftigkeit:
„Sehe ich den Sinn der Arbeitsziele, entsprechen sie meinen Werten? Interessiert sich mein Vorgesetzter oder ein Kollege für meine Arbeit/meine Person, bekomme ich Anerkennung dafür?“
Ziele
- Ich bin als Führungskraft für Gesundheit und Motivation sensibilisiert und habe konkrete Handlungsstrategien erabeitet- persönlich und im Verantwortungsbereich.
- Ich habe den Einfluss von Belastungsfaktoren und die Wirkung von gesundheitsförder-nen Ressourcen kennengelernt.
- Ich habe meine Führungswerkzeuge um ein praktikables Instrumentarium erweitert.
Inhalte
- Belastungsfaktoren und gesundheitsförderne Ressourcen in Arbeitsprozessen (Salutogenese Modell)
- Interview Leitfaden zur Analyse der aktuellen Gesundheitssituation: persönlich und in Ihrem Team/Ihrer Abteilung
- Anforderungs-Kontroll-Modell (nach R.A.Karasek)
- Führen nach dem Gallup Prinzip
- Auswertung der Interview Standortbestimmung und planen weiterer Entwicklungsschritte
Methoden
Theorieinput, Einzel- und Gruppenarbeit, Fallarbeiten mit Coachingelementen, Selbstreflexion und Diskussion
